Das geheime Feuer der Alchemie

”Mein Leben ist die Geschichte des Unbewussten, dessen Verwirklichung sich erfüllt hat.”

Diese Worte von C.G. Jung führen uns zum Kern des Weges, um den er sich bemühte. Es ist der Weg der Transformation des Unbewussten durch einen Prozess der Vereinigung der Gegensätze und eine damit einhergehende Transmutation.

Die Verwirklichung des Unbewussten war für Jung die Erfüllung einer fundamentalen Mission, die im Unbewussten enthalten ist. Für Jung war das äußere Leben die Manifestation des inneren Lebens, das Zusammenspiel von Bewusstem und Unbewusstem.

Die Vereinigung der beiden auf einer höheren Ebene ist nun genau das, was die Alchemisten in ihrer Jahrhunderte währenden Tradition anstreben. Der alchemistische Prozess besteht nicht darin, substantielles Blei in Gold zu verwandeln, sondern es geht um die innere Kunst der Transformation des Menschen. Das Blei des von Gott getrennten Bewusstseins soll aufgehen im Aurum des vollkommenen, unverderblichen Bewusstseins, das mit Gott vereint ist.

Hofmeier, Thomas

Durch seine aufwühlenden Erfahrungen gelangte Jung zu der Überzeugung, dass sich die eine Transformation nur durch eine Phase von offensichtlichem Chaos hindurch vollziehen lässt. Das Paradoxe, das Unverständliche, das dunkle Unbewusste, das Unannehmbare stehen im Gegensatz zum Bewussten. Dieser Gegensatz generiert laut Jung die Energie zur Transformation. Hier wollen wir anmerken, dass , die wahren Alchemisten das geheime Feuer, das sie für die Transformation der Seele benötigten, aus einer höheren, einer transzendenten Energiequelle erhielten.

Wenden wir uns nun der Alchemie zu.

Appell, Rainer GSie ist Ausdruck einer Tradition, die auf Hermes Trismegistos zurückgeführt wird, also weit in die ägyptische Vergangenheit reicht. Die hermetischen Alchemisten hatten eine ganzheitliche Sicht der Welt. Für sie standen alle Erscheinungen miteinander in Wechselwirkung. Wir würden heute von einer holistischen Sicht sprechen. Damit waren sie gewissermaßen auch Experten der Synchronizität.

Für sie galt das Prinzip, dass – parallel zu der im Inneren der alchemistischen Öfen stattfindenden Transformation in den geschmolzenen Metallen – sich eine entsprechende Transformation in der Psyche und im Körper des Alchemisten im Begriff war zu vollziehen – und umgekehrt. In diesem Sinne verstanden sie die Worte Ora et labora: Bete (das heißt: reinige dein eigenes, inneres Leben) und arbeite (das heißt: transformiere die äußere Materie im alchemistischen Ofen).


Jung, Carl G.

Die wesentliche These Jungs ist, dass die Alchemie in einer Reihe unbewusster Projektionen in die Materie besteht. Er ist der Auffassung, dass die Alchemisten Inhalte aus ihrem Unbewussten auf eine Materie projizierten, die ihnen in ihren Eigenschaften absolut unbekannt sei. Diese Unbekanntheit der Materie sei die Voraussetzung dafür, dass sie sich als Projektionsfläche für das Unbewusste eigne; wäre die Materie für die Alchemisten damals in dem Maße bekannt gewesen, wie sie sich den heutigen Chemikern erschlossen habe, hätte sich das Unbewusste nicht auf sie projizieren lassen.

Figala, Karin

Diese These steht in völligem Widerspruch zur Ansicht der Alchemisten selbst. Die alchemistische Tradition setzt sich auch heute noch fort – und auch angesichts der vertieften chemischen Kenntnis von den Eigenschaften der Materie werden dieselben Bilder verwendet wie in früheren Zeiten.

Das Symbol des Drachens weist auf das Feuer hin, das in der Erde schlummert. Der Drache, das Tier, das im Feuer lebt, ist ein Symbol für die im Unbewussten verborgenen Kräfte.

Die Praktik:

Kurz vor der Jahrtausendwende gelang es den beiden deutschen Alchemisten Achim Stockhardt und Daniel Hornfisher erstmals seit wahrscheinlich über 500 Jahren all diese „Geheimen Feuer“ wiederzuentdecken und herzustellen. Dem waren über 25 Jahre der Forschung im Labor und des Studiums alter Schriften vorausgegangen. Sieben „Geheime Feuer“ sind es insgesamt, die von einem achten „Feuer“ gekrönt werden. Sie werden auch „Unser Feuer“, „Salzfeuer“, „Feuersalz“ „das verborgene Feuer“, „magisches Feuer“, „das Feuer wider die Natur“, „Schlangenstab des Hermes, der dürrem Fels ein Wasser entlockt“ genannt. Ihnen ist eines gemein: Während des komplizierten Herstellungsverfahrens verbinden sich in der sogenannten „chymische Hochzeit“ zwei feurige Substanzen miteinander und unter Mitwirkung anderer Mittel wird eine dritte neue Substanz geboren: das Kind, der „Hermaphrodit“, der zum einen die Kräfte seiner Ausgangsstoffe besitzt, zum anderen aber darüber hinaus noch weitere, ganz neue außergewöhnliche Eigenschaften aufweist.

Letzter Gedanke:

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Bekannt ist, dass das geheime Feuer, gemäß den alten Überlieferungen der geistigen Welt, sich direkt durch die DMT-Ausschüttung der Zirbeldrüse manifestiert, zusammen mit der Ausschüttung von Beta-Carboline (z.B. Pinoline), die das DMT „hochhalten“. Alle zusammen bilden „das geheime Feuer“ und ermöglichen uns den Zugang zu anderen Existenzebenen.

//Niluxx


Quellen:
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2 Kommentare zu “Das geheime Feuer der Alchemie”

  1. ”Mein Leben ist die Geschichte des Unbewussten, dessen Verwirklichung sich erfüllt hat.”

    Dieser Satz ist für mich ein trauriger Satz und ich bin mir nicht sicher ob C.G.Jung die Erkenntnis aus diesem Satz, nicht als Wendepunkt in seinem Leben gesehen hat, denn diese traurige Verwirklichung des Unbewussten, genau in dieser verwirklichten Realität lebt die Menschheit zur Zeit.
    Es ist höchste Zeit, nein – es ist immer höchste Zeit, das Bewusste zu verwirklichen und zu leben.
    Also natürlich jeder wie er will. 😉

    Aber auf der einen Seite, meinte Jung es vielleicht genau umgekehrt, er hat das Unbewusste mit dem Bewussten verwechselt, weil er vielleicht noch nicht den richtigen Sichtwinkelblick hatte, egal 😉

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  2. Und nochmal, die Alchemisten waren weder unbewusst, noch war ihnen die Materie unbekannt, die Materie war für sie eine lebendige Welt, die zu ihnen gehörte, da gab es keine Trennung, keine Verständigungsschwierigkeiten.
    Die Materie, die Elemente, der Geist ……..diese Welt ist lebendig und jederzeit zugänglich und für die Alchemisten war das alles kein Problem, da sie in diesen Welten und mit den Wesen und Bewohner dieser Welten lebten.
    Es war nicht Unbewusstheit sondern Bewusstheit. 🙂

    Also dieser C.G. Jung hat da noch um einige Ecken gedacht, wie ging es aus? hat er in seinem Leben fertig denken können? Weiß das wer????

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