Die Illusion des „Ichs“ in einer begrenzten Wahrnehmung des Selbsts


So viele Gedanken und Handlungen drehen sich um die Idee des „Ichs“ und „Michs“. Wir mögen Dinge denken und fühlen wie, ich bin hässlich, ich bin schön, ich bin erfolgreich, ich bin ein Misserfolg, ich bin würdig, ich bin wertlos, ich will dieses, ich will jenes, ich bin zuversichtlich, ich bin ängstlich, und so weiter. Doch inmitten all der vielen Dualitäten, kann keine dauerhafte Freiheit gefunden werden. Aus ein und denselben Gründen fühlen Sie sich den einen Tag schön und den anderen hässlich. Wie Alan Watts einmal sagte: „Dieselben Wahrnehmungen, die Sie für ein Gefühl der Sicherheit verwenden, sind die Wahrnehmungen, welche Unsicherheiten verewigen.“ Wollen Sie frei sein, oder weiter im Kreis rotieren, die richtigen Dinge an den falschen Stellen suchen? Es kommt alles zurück auf das ‚Ich‘ und ‚Mich‘.

Von dem Moment der Geburt an werden wir trainiert Persönlichkeiten zu entwickeln, oder anders gesagt, in Persönlichkeiten zu ver-wickeln! Unser Kindes-Geist kopierte die Aktionen der Erwachsenen um uns herum, da wir in einer Welt hineingeschmissen wurden, die auf Trennung und Verzerrung ausgelegt ist und mit einem inneren System ausgestattet wurden, welches zum größten Teil durch Unsicherheiten aufgebaut wurde.

Als sich unser Verstand entwickelte, nimmt er den Egoismus und die psychologische Konditionierung der Menschen um uns herum auf. Wir wurden zu einer Persona mit einem Körper, Rasse, Geschlecht, Nationalität und einer ganzen Reihe von Erwartungen und Identifikationen. Dieser bedingte Sinn der Identität, in welchem der grösste Teil des modernen Zeitalters funktioniert, ist sehr beschränkt. Wenn Ihr Identitätsgefühl auf den Körper und Verstand beschränkt ist, dann sind das die Grenzen zum Frieden und Glück. Wenn Sie denken, Sie seien die Summe Ihrer Erfahrungen, der Erzählungen, die Sie selbst erstellt haben, dann befinden Sie sich innerhalb der Grenzen Ihres Verstandes. Diese beschränkte Wahrnehmung des Selbst berücksichtigt keinen ausgebreiteten Sinn der Identität, sondern bewegt sich ausschließlich innerhalb der Konditionierungen!

Achten Sie auf die Art und Weise wie Sie sprechen, wie Sie denken und wie Sie sich konkret schildern. Sprechen Sie ausgehend von einem Gefühl der Identität mit Ihrem Körper? Ist Ihr Identitätsgefühl an etwas gebunden? Dies sind wichtige Fragen, wenn wir wirklich die wahre Herkunft dieser „Ich“ Entität verstehen wollen. Und an diesem Punkt werden die alten spirituellen Lehren des Yoga relevant: Der Teil von Ihnen, welcher sich in dieser Welt manifestierte, ist nur ein kleiner Teil von Ihnen, um sich in dieser Welt zu erfahren! Ihr Körper ist untrennbar mit der Luft und dem Wasser dieses „Planeten“, aber auch mit der Energie der Sonne verbunden. Ihre Existenz ist daher abhängig von diesem ganzen Universum. Die Yogis glauben, es gibt eine Dimension unseres Seins, die nicht geboren wurde. Es ist Ihr Wesen, Ihre Kernexistenz, die im Hintergrund vibriert, und dem jede Wahrnehmung, Gedanken, Erfahrungen oder Emotionen zugeleitet werden.

Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh erklärte einst: Wenn Sie sich erstmal gewahr darüber werden, dass es keine Trennung zwischen Ihnen-selbst und anderen gibt, dann können Sie die Vorstellung loslassen, dass Sie eine eigenständige „Person“ sind. Eine Vor-stellung (Illusion), der Sie schon von klein auf an folgten, folgten mussten!

„Wissenschaft hat die Menschen schon vieles glauben gemacht: Die Erde sei eine Kugel und keine Scheibe; Zeit sei relativ und der Raum gekrümmt. Sah sich der Mensch einst von einem Gott in die Mitte des Kosmos gestellt, so driftet er heute am Rande der Milchstraße durchs Universum.“

„Das Ich ist eine Illusion, die niemandes Illusion ist“, und wenn wir das erkennen, wen wollen wir dann für die Handlungen eines Menschen verantwortlich machen? Was, wenn ein Verbrecher einfach behauptete, er sei niemand? – so ein Denkanstoß des Philosophen Thomas Metzinger

– DENKE-ANDERS-BLOG –

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6 Kommentare zu “Die Illusion des „Ichs“ in einer begrenzten Wahrnehmung des Selbsts”

  1. Aus einem Buch von Jeanne Ruland.

    „““ Wir entwickeln uns vom Ich-Bewußtsein zum Selbstbewußtsein.
    Vom Selbstbewußtsein zum All-Eins-Bewußtsein. (ALL-ES).
    Alles ist eins.
    Unser Universum ist ein Hologramm, in jedem TEIL
    ist bereits das GANZE enthalten.
    Alles spiegelt sich in allem wider.
    Alles was wir in uns erlösen,, erlösen wir in der Welt.
    Gott in mir – Gott in Allem. „““

    Je nach Winkeleinstellung und Lichtspektrum (Lichteinfall) entsteht an selber Stelle ein anderes Bild. Verschachtete platonische Körper erschaffen so viele Bilder. Z.B. ein Fulleren, ein Kohlenstoffmolekül aus viele Atomen kann wie ein Fuß-Ball aussehen und spiegelt sich somit ständig.

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  2. Seid ihr glücklich? Habt ihr euch schon aufgelöst, und seid ihr dann glücklich? Wenn ja, meldet Euch bitte bei mir ich möchte Euch kennenlernen. Versuche das nämlich schon sehr lange und es klappt nicht. Ich möchte wissen was bei mir falsch läuft.
    Denn irgendwie will ich das gar nicht. ist das falsch wenn man das nicht will? Ist man dann verdammt zum ewigen Unglücklich sein? Es soll angeblich das große Glück sein, die Erfüllung, das Ende aller Probleme, wenn man sich selbst aufgibt. Aber bevor ich das in Erwägung ziehe, will möchte ich einen treffen, der es verwirklicht hat. Und mir das ansehen ob es stimmt. Ich meine es ernst. Meldet Euch.

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