Dr. Michael Shermer – Glauben Sie nicht alles was Sie glauben!


Auch am Ende dieses Jahres gibt es für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt einen besonderen Anlass zu feiern – eine Zeit, um den zentralen Gegenstand ihres religiösen Glaubens, Jesus Geburt, zu feiern.

Nicht einer dieser Leute kann wirklich wissen, was vor 2000-sonderbaren Jahren in Bethlehem geschah. Und doch glauben sie, dass ihre Version von Ereignissen wahr ist. In einigen Fällen stützen ihre Ansichten der ganzen Welt darauf, und sehen die Milliarden, die ihren Glauben nicht teilen, als gottverlassenen an.

Das mag unbeeindruckend scheinen. Dieser Glaube ist seit langem als eine besondere Kategorie des Glaubens betrachtet worden. Andere Überzeugungen – in Politik, oder Business – sind das Produkt des tatsache-gegründeten Denkens.

Glauben Sie nicht alles, was Sie glauben!

Dr. Michael Shermer (Foto) ist ein US-amerikanischer Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftshistoriker und Gründer der Skeptics Society. Shermer war 16 Jahre lang Dozent für Psychologie und Wissenschaftsgeschichte, er ist Herausgeber der Zeitschrift „SKEPTIC“ und Direktor der „Skeptics Society“ in Altadena bei Los Angeles. Er ist Autor verschiedener Bücher, darunter Why People Believe Weird Things (1997) und How We Believe: The Search for God in an Age of Science (2000).

In seinem Buch “Why Smart People Believe Weird Things” (Warum intelligente Menschen seltsame Dinge glauben) schreibt er:

„Kluge Leute glauben seltsame Dinge, weil sie geschickt den Glauben verteidigen, zu dem sie aus nicht smarten Gründen gekommen sind. Das heißt, die meisten von uns, kommen die meiste Zeit über an einen Glauben, durch eine Vielzahl von Gründen, die wenig mit empirischen Beweisen und logisches Denken zu tun haben.

Vielmehr sind Variablen wie genetische Veranlagung, elterlichen Vorlieben, Geschwister-Einflüsse, Gleich-Druck, Lernerfahrungen und Lebenseindrücke, alle Formen der Persönlichkeitsvorlieben und emotionale Neigungen in Verbindung mit zahlreichen sozialen und kulturellen Einflüsse, das Mittel, die uns dazu veranlassen, bestimmte Entscheidungen zu treffen und Weltanschauungen zu vertreten. Selten sitzen wir vor einer Tabelle und wägen die Pros und Contras ab. Stattdessen greifen wir sehr häufig unbewusst direkt auf den Prozess der Plausibilität zurück, der seinen Ursprung in der Emotionalität der Person hat. Mit anderen Worten, die Tatsachen dieser Welt kommen durch den farbigen Filter der Hypothesen, Vermutungen, Neigungen, und Vorurteile herein, die wir durch unsere Lebenszeit angesammelt haben. Wir sortieren dann die Daten, die am meisten das bestätigen, was wir bereits glauben, aus. Die anderen werden ignoriert!

Wir alle tun das, und natürlich, die intelligenteren Menschen sind besser darin, haben mehr Talent dazu und Training. Mich interessiert nicht Ihren Glauben in Frage zu stellen, sondern vielmehr zu ergründen, warum dieser von Ihnen an die ersten Stelle gerückt wurde.“

Aber je mehr wir darüber lernen, wie der Glaube arbeitet, desto weniger außergewöhnlich scheint die Religion. Es stellte sich heraus, dass, wenn wir Menschen fest an etwas glauben und fest überzeugt sind, die Neuronen in unserem Gehirn in einem ganz bestimmten Muster arbeiten (feuern), fast identisch bei jedem Menschen.

„Unser Glaube – Noch eine weitere Facette unseres geistigen Lebens, über die wir verfügen und über die wir weniger bewusste Kontrolle haben, als wir gerne hätten!“

Die Wissenschaft ist nicht ausgenommen. Die wissenschaftliche Methode basiert auf nachprüfbaren Fakten und ist somit erstmal kein Glaubenssystem. Aber Wissenschaftler, als Menschen, stehen unter dem Einfluss ihres eigenen Glaubens darüber, was wichtig ist, was sie finden könnten, und was ihre Ergebnisse bedeuten. Also Ihrer Einstellung! Jeder Mensch ist eigen, und aus der Quantenphysik kennen wir die Feststellung, dass jeder Experimentator das Ergebnis entscheidend beeinflusst. Jeder Mensch lässt die Wellen (wenn auch nur geringfügig) durch’s Hinsehen anders kollabieren. Das ist die Natur des Individuums. Mit anderen Worten – Die Wissenschaft ist nicht allgemeingültig!

Shermer bezieht zur Wissenschaft in seinem Buch Stellung:

„Die Wissenschaft ist kein Subjekt, es ist ein Verfahren. In gleicher Weise ist die Skepsis keine Position; es ist ein Ansatz zur Annäherung an Ansprüchen. Einige Leute glauben, dass die Wissenschaft der ultimative Entdecker der objektiven Wahrheit ist; während andere glauben, dass die Wissenschaft eine moderne Mythologie ist, die nicht aus dem eigenen kulturellen Paradigma entweichen kann. Beide haben Recht auf unterschiedliche Weise. Die Wissenschaft kann nie wirklich objektiv sein, aber zuweilen kann die Wissenschaft seinem kulturellen Paradigma entweichen.“


Unsere neue Sicht des Glaubens ist noch unvollständig und beunruhigend. Der Glaube ist eine starke Kraft in menschlichen Angelegenheiten. Es ist schwer, sich ein wichtiges historisches Ereignis, nicht motiviert durch den Glauben, vorzustellen.

Aber wohin sollten wir unseren Glauben lenken? Wer hat die Antwort darauf? Religionen allesamt sind Diktate in das Prinzip des Glaubens hinein (Mind)!

Dennoch können wir doch ganz allgemein sagen, dass ein Glaube selbst immer positiv angelegt und gelenkt werden sollte, denn er muss Ihr Innerstes (Kern) treffen. Wobei hingegen der Glaube an das Schlechte und Bösartige wie ein Kartenhaus zusammenfallen wird!

//Niluxx


Unterstützen Sie uns.

[wpedon id=“36839″ align=“left“]

Advertisements

3 Kommentare zu “Dr. Michael Shermer – Glauben Sie nicht alles was Sie glauben!”

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s