Wiederkehrende unterbewusste Szenarien – Meine eigenen Erfahrungen


Das Unterbewusstsein ist für uns immer noch ein großes Mysterium, etwas das wir noch nicht richtig erklären können. Viele Wissenschaftler, einer der bekanntesten war C.G. Jung, entwickelten aussagekräftige Modelle zur Deutung unserer unterbewussten Szenarien. Aber in diesem Blog-Beitrag soll es weniger um Jung’s Arbeiten und das Modell der Archetypen gehen, vielmehr habe ich selbst über die Zeit, in all den Jahren, verschiedene, wiederkehrende Szenarien, und damit auch bestimmte Einflussnahmen erlebt, die es Wert sind angesprochen zu werden.

Ich behaupte, das Unbewusste ist sehr wohl bewusst und hervorragend verknüpft, auch wenn wir dies noch nicht verstehen können!

Die Psychologie spricht über den Begriff des Unbewussten und Bewusstlosen, als Facetten unserer Psyche, die unterhalb der Schwelle der bewussten Gedanken und Argumentation liegen. Letztendlich sind dies aber nur Etiketten auf Teile von uns, die wir ihnen gegeben haben, weil wir sehr wenig darüber wissen. Tatsächlich ist das sog. Unbewusste / Unterbewusste der überwiegende Teil von uns, und keineswegs unbewusst. Es ist weiser, klüger und vielmehr bewusster, im Verhältnis auf das gesamte Bild gesehen, als unser Wachzustand bzw Tagesbewusstsein überhaupt sein kann! Ich schließe mich, aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, den Aussagen vieler Traum- Therapeuten an, die in ihrer Arbeit ebenso erkannten, dass unser Unterbewusstsein das größere Selbst ist.

Im Folgenden möchte ich, in einfachen Sätzen, vier allgemein-wiederkehrende Szenarien aus meinen eigenen Erfahrungen im Unterbewusstsein schildern, die direkt mit mir verknüpft sind, oder es waren. Ich möchte deshalb aber auch vorab klarstellen, dass es keine Garantie gibt, dass du dich in diesen Punkten, bzw. meiner Interpretation, wiederfinden wirst. Dennoch hoffe ich, dass der ein oder andere einen Impuls für die eigene Entwicklung der zweiten Aufmerksamkeit bekommt.

Das T-Rex Programm

Der T-Rex ist ein auf dem Instinkt- und Überlebensmodus basiertes, tief verstricktes Programm in uns und führt uns zurück, oder erinnert uns an die Wurzeln des Verstandes. Aus meinen Erfahrungen sprechend, muss ich sagen, dass dieses Szenario immer an ein bestehendes anknüpft wurde. D.h. das aktuelle Szenario still steht, damit das System aber funktioniert, ist es unerlässlich, dass wir in ständiger Bewegung gehalten werden, und so dreht sich der „Traum“ in ein völlig anderes Szenario und nun hat man es mit dieser Riesenechse zu tun, in der selben Umgebung, im selben Setup. Seine Bewegungen sind sehr mechanisch mit laut quietschenden Gelenken. Die Aufgabe besteht darin, ihn durch den eigenen Instinkt bzw. Vorahnungen auszutricksen, und es zu schaffen, dass man ihn abschüttelt. Im Klartext heißt es, man sollte äußerst clever verschiedene Haken schlagen, um ihn dann vor sich zu sehen. Sollte man es nicht schaffen, keine Panik, man wird aufwachen und irgendwann (vielleicht auch erst Jahre später) die nächste Chance bekommen. Ebenso ist es nicht Sinn und Zweck der Sache, jemand anderen für seine eigene Flucht zu opfern. Hier sind für mich über die Jahre Stufen erkennbar gewesen, d.h. von anfängliches Überraschtsein, bis hin zum Wissen bzw. Erwarten, dass er jetzt kommt, und was zu tun ist.

Das Riesen-Programm

Das Riesen Programm ist ganz interessant. Es ist ein sehr einfaches, aber äußerst effizientes Programm. Dieses Programm wuschtelt im Unterbewusstsein und dient dazu, Bewegung zu halten, sowie Furcht zu schüren. Es ist ein in Abständen wiederkehrendes Programm und man wird direkt hineingeworfen. Dieses Szenario ist simpel aufgebaut in Form einer Ruine in einer sehr kargen Landschaft (Steppe). Die Aufgabe besteht darin, der Verfolgung des Riesens zu entkommen. Man kann permanent in Bewegung bleiben und sich von Instinkt und Furcht leiten lassen. Irgendwann aber entsteht ein zu großes Stressmoment und man wird aufwachen. Allerdings ist dadurch dieses Szenario dadurch keineswegs abgeschlossen und wird weiter existieren und Einfluss haben. Es geht darum eine Lösung zu finden und sich nicht dominieren zu lassen. Tatsächlich stellt sich dieses Programm ebenso in Stufen dar. Von anfängliches, panisches Davonlaufen, schaffte ich es später, im nächsten Aufeinandertreffen, auf diese Ruine zu klettern, die der Riese dann durch brachiales Treten versuchte zum Einsturz zu bringen. Auch durch die Flucht auf die Ruine ist dieses Szenario noch nicht abgegolten, denn er dominiert weiter und bleibt weiter verknüpft! Gerade erst vor wenigen Wochen kehrte ich in dieses Szenario zurück und befand mich sofort auf dieser Ruine, mit dem Riesen unten dran, versuchend diese mit Tritten zum Einsturz zu bringen. Äußerst interessant ist, dass ich in dieser ausweglosen Situation eine Erscheinung der Zuneigung hatte, auf die ich, aufgrund der Intimität, nicht näher eingehen werde. Auch wenn es kitschig klinken sollte, aber allein dieser Umstand trieb mich dazu (bzw. ich erinnerte mich) einen Bereich zu erschaffen/zu schöpfen, in dem ich geschützt war und aus einem Fenster zusehen konnte, wie der Riese abzog. Die Impulse kommen, und helfen uns unsere Programme zu brechen!

Das Ego-Shooter-Programm

Dies ist ein neues Programm. Ich bin mir sicher, dass die Jüngeren von uns damit häufiger zu tun haben werden, und deshalb nehme ich es hier mit auf. Es ist etwas, dass wir erst in jüngerer Zeit durch unsere Tätigkeiten und emotionalen Reaktionen in der „Außenwelt“ ins Innere übertragen haben. Es ist ein äußerst technisches Szenario und dient ebenso zum Training. Für mich ist eines der Heldenprogramme zur Bewältigung der eigenen Ängste, und das Gefühl, das ich jedesmal im Spiel hatte, war glorreich. Wer möchte kein Held sein? Man ist mit anderen auf einer Mission, meistens in düsteren Umgebungen, entweder in Lagerkomplexen über mehrere Etagen, aber sehr häufig in ausgebauten, technischen Höhlen. Man bereitet sich vor, lädt zusammen mit anderen die Waffen, jeder weiß was zu tun ist, und nach einer Weile ertönt ein mächtiges, beeindruckendes Signal von oben und es geht los. Aus jeder Ecke kommen verschiedene Sorten von Zombies oder Monster, die äußerst klug eliminiert werden wollen. Wie ich erwähnte ist die Energie sehr düster aber gleichzeitig beeindruckend, dennoch kommt es darauf nicht an, man befindet sich selbst im Heldenmodus, händelt diese Energie und weiß, es kann einem nichts passieren. Ich war sehr oft, vielleicht sogar am häufigsten, in solche Szenarien eingetaucht. Auch dies ist ein Stufenprogramm, von anfänglichen Reaktionen in dieser Energie in den früheren Szenarien, bis hin zur absoluten Selbstsicherheit, Kontrolle und sogar Vorahnungen in den höheren Stufen des Bewusstsein in diesem Spiel. Alles unterliegt der Entwicklung!

Das Schul-Programm

Ich bin mir sicher, dass die meisten diese Szenarien kennen. Natürlich sind sie jedesmal anders in der Darstellung, trotzdem aber unter dem selben Dachverband. Es geht auch hier ums Erinnern, Gewahrwerden und Fühlen. Ich kann sagen, dass meine Eltern einen starken Einfluss auf die Initiierung dieses unterbewussten Programms hatten. Natürlich hatten sie für mich nur das Beste im Kopf, und schickten mich, in der körperlichen Welt, aufs Gymnasium. Diese Entscheidung trafen meine Eltern, oder anders gesagt, ich habe es meinen Eltern überlassen. Meine Entscheidung jedoch war es, aufgrund von verschiedenen Optionen, die ich angeboten bekommen habe, nach dem Erreichen der Fachhochschulreife das Gymnasium zu verlassen. Somit stand die Erwartung meiner Eltern und auch meines Unterbewusstseins noch aus, und war keinesfalls abgegolten. So passierte es, dass ich über all die Jahre immer wieder dort hineingeschickt wurde, mit all meinen Klassenkameraden und Lehrern. Es ging dabei immer speziell um das Gefühl, das Gefühl des Erreichens des Abiturs, was noch offen war. Und ich kann dir sagen, dass ich mir in jüngster Zeit „unterbewusst“ dieses Gefühl geholt habe!

Abschließende Gedanken

Ich verstand worum es in diesem Leben ebenso geht. Dies ist ein immer fortlaufendes System. Es werden bestimmte Erwartungen (Gefühlsprogramme) von unserem Selbst aber auch von anderen gestellt, viele alte Themen, und damit meine ich sowohl von den Eltern, aber auch von unseren Vorfahren ganz allgemein, und wenn wir es nicht schaffen, oder abgelenkt werden, diese Erwartungen in der holographischen Außenwelt abzuspielen, bleiben sie im Ursprung in uns vorhanden und müssen dort abgearbeitet werden, was nachteilig ist, da dort mehr Verknüpfungen und Einflussströme existieren. Ob wir es in der Außenwelt schaffen oder nicht, hängt zum großen Teil auch mit dem Karma und der Frage, was haben wir mitbekommen, zusammen. Wenn wir all dies runterbrechen, dann geht es immer nur um die Gefühle, die wir bei etwas haben, sowohl in Außenwelt, aber erst recht im Unterbewusstsein, die wir, aufgrund der eigenen Entwicklung, erreichen bzw. erleben müssen! Auch zähle ich wiederkehrende Alpträume dazu. Alles unterliegt dem Anstieg des Bewusstseins und wird solange wiederholt, bis die Lektion gelernt wurde. Natürlich, manche Träume sind einfach nicht schön! Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen über verschiedene Zusammentreffen mit den Reptoiden sprechen, und jedesmal ging dabei um das Gefühl des Todes, das tiefe Spuren in mir hinterlassen hat. Aber selbst diese Zusammentreffen unterlagen einer Entwicklung, und ich schaffte es später, diesen Entitäten in die Augen zu sehen und sogar „davonzufliegen“.

Ich bin mir sicher, dass diejenigen, die ebenso die eigene Entwicklung der „Inneren Welt“ beobachten und Verbindungen herstellen können, schneller in der Lage sein werden, endlich ihre negative, pessimistische Haltung abzulegen und zu fliegen. Übrigends, Levitation ist ebenso ein starkes unterbewusstes Thema und kann dort gemeistert werden. Es notwendig, dass du deine zweite Aufmerksamkeit entwickelst!

//Niluxx

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