Schlagwort-Archive: Quantenphysik

Sie denken nicht irrational! Sondern vielmehr in einer Quantenweise..

Das nächste Mal wenn Sie jemand beschuldigt eine irrationale Entscheidung zu treffen, erklären Sie, dass Sie den Gesetzen der Quantenphysik gehorchen.

Ein neuer Trend nimmt Gestalt in der psychologischen Wissenschaft an – die Verwendung der Quantenphysik, um paradoxes Denken der Menschen zu erklären, aber auch um den Forschern zu helfen bestimmte Widersprüche unter den Ergebnissen von vorherigen psychologischen Studien auszulöschen.

https://img3.picload.org/image/rrpwopwd/quantumcognition.jpg

Quantum-Cognition ist was passiert, wenn Menschen sich geistig mit Mehrdeutigkeit befassen. Manchmal sind wir nicht sicher, wie wir uns fühlen, oder wir fühlen uns mehrdeutig welche Option wir nun wählen, oder wir müssen Entscheidungen auf Grundlage begrenzter Informationen treffen.

https://img3.picload.org/image/rrpwopip/professorwang.jpg

Gemäß Professorin Zheng Joyce Wang (Foto) und anderen, die versuchen unsere Entscheidungsprozesse mathematisch zu modellieren, können die Gleichungen und Axiome, die menschliches Verhalten am ehesten entsprechen, solche sein, die in der Quantenphysik verwurzelt sind.

„Wir haben so viele paradoxe Ergebnisse im Feld des Erkennens, und besonders in der Entscheidungsfindung. Wann auch immer etwas in uns hinaufsteigt, was mit klassischen Theorien nicht übereinstimmend ist, etikettieren wir es häufig als „irrational“, aber aus der Sicht der Quanten-Kognition sind diese Ereignisse nicht irrational. Sie sind im Einklang mit der Quantentheorie – und damit, wie Menschen sich wirklich verhalten.“ Erklärte Professorin Wang, Professorin der Kommunikation und Direktorin des Psychophysiologie Laboratoriums an der Ohio Staatsuniversität.

In zwei Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften legen Wang und ihre Kollegen ihre neue theoretische Annäherung an die Psychologie dar. Ein Papier erschien in Psychological Science, und das andere in Cognitive Sciences.

https://img3.picload.org/image/rrpwopir/quantumhead.jpg

Ihre Arbeit zeigt, dass das Denken in einer „Quantenweise“ (d.h. im Wesentlichen nicht nach einem konventionellen Ansatz der klassischen Wahrscheinlichkeitstheorie basierend), den Menschen ermöglicht wichtige Entscheidungen angesichts ihrer Unsicherheit zu treffen, und lässt uns mit komplexen Fragen, trotz unserer begrenzten geistigen Ressourcen, konfrontieren.

Wenn Forscher versuchen das menschliche Verhalten mit nur klassischen, mathematischen Modellen der Rationalität zu studieren, können einige Aspekte des menschlichen Verhaltens nicht berechnet werden! Aus klassischer Sicht scheinen diese Verhaltensweisen irrational.

https://img4.picload.org/image/rrpwoplw/quantumworld.jpg

Wir denken bei der Quantenphysik in der Regel an die Beschreibung der subatomaren Teilchen, nicht an das Verhalten der Menschen. Aber die Idee ist nicht so weit hergeholt. Professorin Wang und ihr Forschungsteam nehmen weder an, noch schlagen sie vor, dass unser Gehirn ein Quantencomputer sei. Andere Forschungsgruppen arbeiten an dieser Idee; Wang und ihre Mitarbeiter konzentrieren sich nicht auf die physischen Aspekte des Gehirns, sondern eher auf abstrakte, mathematische Prinzipien der Quantentheorie.

„In den Sozial- und Verhaltenswissenschaften als Ganzes verwenden wir häufig Wahrscheinlichkeitsmodelle. Zum Beispiel fragen wir, wie die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Person auf einen bestimmten Weg handelt oder eine bestimmte Entscheidung trifft? Traditionell sind es jene Modelle, die auf die klassische Wahrscheinlichkeitstheorie basieren, die aus der klassischen Physik der Newton’schen Systeme entstanden ist. Es ist also wirklich nicht so exotisch für Sozialwissenschaftler über Quantensysteme und ihre mathematischen Prinzipien zu denken.“ Erklärt Wang

Die Quantenphysik beschäftigt sich mit Zweideutigkeit in der physischen Welt. Der Zustand eines bestimmten Teilchens, die Energie, die es enthält, seine Lage – alle sind unsicher und müssen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeiten berechnet werden.

https://img4.picload.org/image/rrpwoprc/mindactivity.jpg

Quanten-Kognition ist was passiert, wenn Menschen sich geistig mit Mehrdeutigkeit befassen. Manchmal sind wir nicht sicher, wie wir uns fühlen, oder wir fühlen uns mehrdeutig welche Option wir nun wählen, oder wir müssen Entscheidungen auf Grundlage begrenzter Informationen treffen.

„Unser Gehirn kann nicht alles speichern. Wir haben nicht immer eindeutige Haltungen über die Dinge. Aber wenn Sie mir eine Frage stellen, wie „Was willst du zum Abendessen?“, dann muss ich darüber nachdenken, und mir einen Weg bauen und eine klare Antwort zu konstruieren. Das ist Quanten-Kognition!“

„Ich denke, dass der mathematische, durch die Quanten-Theorie zur Verfügung gestellte, Formalismus damit übereinstimmend ist, was wir intuitiv als Psychologen fühlen. Die Quantentheorie mag überhaupt nicht intuitiv sein, wenn es verwendet wird, um das Verhalten eines Teilchens zu beschreiben, aber eigentlich ist es recht intuitiv, wenn es verwendet wird, um unseren typisch unsicheren und zweideutigen Geist zu beschreiben.“ – erklärt Wang

https://img5.picload.org/image/rrpwopgo/images.jpg

Sie verwendet das Beispiel von Schrödingers Katze – das Gedankenexperiment, in dem eine Katze in einer Box einige Wahrscheinlichkeit hat lebendig oder tot zu sein. Beide Möglichkeiten haben Potenzial in unserem Geist. In diesem Sinne hat die Katze ein Potenzial zur gleichen Zeit tot oder lebendig zu werden. Dieser Effekt wird Superposition genannt. Wenn wir den Kasten öffnen, sind beide Möglichkeiten nicht mehr überlagert, und die Katze muss entweder lebendig oder tot sein.

Mit der Quanten-Kognition ist es, als ob jede Entscheidung, die wir machen, unsere eigene einzigartige Schrödinger’s Katze ist.

https://img2.picload.org/image/rrpwoiwa/fireringbrain.jpg

Sowie wir unsere Möglichkeiten überlegen, stellen wir sie in unserem geistigen Auge. Eine Zeitlang existieren alle Optionen nebeneinander mit unterschiedlichem Potential, mit verschiedenen Graden sie potentiell zu wählen. Das ist die Superposition! Dann wenn wir unsere bevorzugte Option wählen, hören die anderen auf zu bestehen.

Mit dem Quanten Ansatz argumentieren Wang und ihre Kollegen, dass sie viele verschiedene und komplexe Aspekte des Verhaltens mit der gleichen begrenzten Menge von Axiomen erläutern können. Das gleiche Modell, das erklärt, wie Fragen in verschiedenen Stellungen (Reihenfolge) die Antworten der Leute ändert, und warum sie handeln, obwohl es eigentlich nicht ihr Interesse sein sollte, dies zu tun…

Wir sind gespannt in der Zukunft mehr über diese Forschung zu erfahren und das menschliche Verhalten zu entschlüsseln.

– DENKE-ANDERS-BLOG –

Journal References:

  1. J. R. Busemeyer, Z. Wang. What Is Quantum Cognition, and How Is It Applied to Psychology? Current Directions in Psychological Science, 24 (3): 163 DOI: 10.1177/0963721414568663
  2. Peter D. Bruza, Zheng Wang, Jerome R. Busemeyer. Quantum cognition: a new theoretical approach to psychology. Trends in Cognitive Sciences, 19 (7): 383 DOI: 10.1016/j.tics.2015.05.001

Unterstützen Sie DENKE-ANDERS-BLOG

Ein Quanten-Trick sieht 2 Dinge vorher und nachher passieren!


Claudia schickt ein Geschenk an Thomas. Halt! Warten Sie.. Thomas schickt eins zu Claudia. Aber eigentlich schicken sie sich gegenseitig eins zur selben Zeit. Ein neues Experiment zeigt, wie konfus das gegenseitige Schenken sein kann, wenn man die Quantenmechanik benutzt, um die Kausalität auszutricksen.

Sie können vom Doppelspalt-Experiment gehört haben. Im Doppelspaltexperiment wird ein Quantenteilchen – etwa ein Lichtteilchen, ein Elektron oder ein Atom – auf eine Platte mit zwei Schlitzen geschossen. Erstaunlicherweise zeigt sich, dass das Teilchen durch beide Schlitze gleichzeitig dringt und sich dahinter wellenartig mit sich selbst überlagert. Dadurch entsteht hinter den Schlitzen ein Wellenmuster, das sich nur durch die Annahme erklären lässt, dass das Teilchen zwei verschiedene Wege gleichzeitig zurückgelegt hat. Es liegt in einer Überlagerung des Zustandes „rechts“ und des Zustandes „links“ vor.

Es ist komisch und schwierig den eigenen Kopf herumzuwickeln, aber jetzt hat ein Team an der Universität Wien in Österreich eine andere Art des Experiments durchgeführt, das noch verstands-biegender ist, denn es setzt die Reihenfolge von Ereignissen in eine Superposition.

Normalerweise sagen wir, dass Event A vor Event B passiert, oder umgekehrt, aber Giulia Rubino und ihre Kollegen haben eine Situation geschaffen in der scheinbar widersprüchliche Szenarien in einer Überlagerung bestehen.

„Wenn man die Quantenmechanik und kausale Beziehungen zusammensetzt, dann entsteht eine Situation, in der es keine vordefinierte kausale Ordnung gibt. Es ist unlogisch!“ – erklärte sie

Wo ist der Beginn? Es ist schwer zu sagen…

Claudia und Thomas können beide zusammen den Quantenzustand eines Photons verändern durch die Herstellung von anderen Ergebnissen, abhängig von der Reihenfolge, wie Sie handeln. Jedoch, wenn der Zustand des Photons sich in einer Superposition befindet, ist es unmöglich vorherzusagen, wer der Erste war.

Ihr Experiment erfolgt durch Zusendung eines Photons durch zwei Sammlungen von optischen Geräten, gekennzeichnet als Claudia und Thomas. Diese Geräte verwandeln den Quantenzustand des Photons auf unterschiedliche Weise, wenn es sie passiert, so dass der Weg von Claudia zu Thomas ein anderes Ergebnis erzeugt, als der Weg von Thomas zu Claudia.

„Die Tatsache, dass A vor B angelegt wird, oder B vor A aufgebracht wird, verändert tatsächlich die Ergebnisse!“ – erklärt Rubino

Chown, Marcus

Um sich das Bild besser vorzustellen, stellen Sie sich das Photon als ein Geschenk vor, das für einen Dritten bestimmt ist. Claudia liebt es Geschenke zu verpacken, während Thomas ein einfaches Band herumwickelt. Wenn Claudia anfängt, dann verpackt sie das Geschenk und gibt es Thomas, der eine Schleife herumwickelt. Wenn Thomas anfängt, dann bindet er eine Schleife herum, die dann durch die Tätigkeiten von Claudia verhüllt wird. Also, ob Thomas oder Claudia anfängt, führt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Doch für ein Photon sind die Dinge doch ein bisschen komplizierter. Wie Claudia und Thomas verschiedene Handlungen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit durchführen können, so gibt es mehr als zwei mögliche Ergebnisse.

Wer ist zuerst?

Im Experiment bestimmte eine Art von Quanten-Schalter-Steuerungen den Pfad des Photons und damit auch die Reihenfolge wie Claudia und Thomas handeln. Um Chaos mit Kausalität zu mischen, legten sie einen Schalter, der sich selbst in einer Überlagerung befand, so dass in gewisser Weise beide zuerst handelten.

https://img1.picload.org/image/rrpcwcgc/quantumfield.jpg

Natürlich, es ist nicht das, was wirklich passierte, genauso wie das Photon im Doppelspaltexperiment nicht auf einmal durch beide Schlitze gehen kann. Nur leider besitzen wir nicht die Sprache, um die wirklich seltsame Natur des Quanten-Reichs zu beschreiben, die unter unserer Realität sprudelt.

Bräuer, Kurt

„Die Zeit selbst könnte in diesen Situationen nicht definiert werden. Die ganze Verwirrung mit der Quantenmechanik ist eine Art Fremdheit, etwas, das nicht nur mit unserer makroskopischen, klassischen Erfahrungen nicht übereinstimmt.“ – sagte das Teammitglied Mateus Araújo

Was ist Realität? Keinesfalls…

„Wir pushen wirklich die Mysterien und Verwirrungen der Quantenphysik ans absolute Limit! Wir haben kein gutes Bild von dem, was Realität ist.“ – sagt Matty Hoban von der University of Oxford

Aber das Experiment ist nicht nur ein „Quantum Partytrick“. Wir wissen bereits, dass uns die Verwirrung der Kausalität theoretisch bei manchen Arten von Quantenkommunikation, Berechnung oder bestimmte Probleme zu lösen helfen kann. Das Team möchte in Zukunft viele Experimente durchführen, die sich auf das praktische Alltagsleben der Menschen beziehen.

(Journal reference: arxiv.org/abs/1608.01683)

– DENKE-ANDERS-BLOG –

Der Mandela Effekt – Unser Sinn für die Realität ändert sich!

Unsere Augen und Gehirn werden durch Licht, Laute und Wörter beschossen. Unser Verstand wird wiederangeschlossen und unser Sinn für die Realität  ändert sich.

images.jpgDer Mandela-Effekt bezeichnet eine Theorie, die von der Autorin und paranormalen Beraterin  Fiona Broome ins Leben gerufen wurde, und gibt an, dass falsche Erinnerungen in der Tat Einblicke in parallele Welten mit unterschiedlichen Zeitlinien sind. Diese Phrase wurde nach dem  afrikanischen Präsidenten Nelson Mandela benannt, nachdem viele Leute behaupteten ihn in den 1980er Jahren im Gefängnis sterben gesehen zu haben. Natürlich starb Nelson Mandela nicht in den 1980er Jahren, sondern 2013, zumindest auf unserer Zeitlinie.

Der Ausdruck „Mandela-Effekt“ ist seit Juli 2015 nach Google Trends mit einer exponentiellen Rate nach oben gestiegen. Viele Leute googeln diesen Begriff, und sogar einige Reporter schreiben Artikel über dieses Phänomen. Das Interesse ist gestiegen.  Ein Reporter bemerkte, dass eine oft erinnerte, kitschige Liebe-Sequenz zwischen zwei Charakteren in dem James-Bond-Film „Moonraker“ nicht mehr vorhanden ist – trotz seiner Erinnerung.

Während viele über den jüngsten Anstieg des Interesses überrascht wurden, haben diejenigen von uns, die über die Verschiebung der Realität und alternative Geschichte berichteten, den  Anstieg des Interesses vorausgesehen.

starwars mandela.jpgGeänderte Lieblingszitate in Filmen, plötzlich geänderte Schreibweise von Namen, tote Menschen, die wieder lebendig sind – der Mandela-Effekt ist eines der Dinge, denen die meisten Menschen nicht glauben werden, bis es mit ihnen passiert. Wie das Verlieben oder das Hindurchgehen durch den Herzschmerz, ist die Mandela-Wirkung etwas, dass Sie erfahren müssen, um es  völlig zu umarmen.  Und selbst dann dauert es oft mehr als ein oder zwei Erfahrungen, um den Widerstand zu brechen, dass die Menschen ihre grundlegende Annahme aufgeben, dass sich Fakten und historische Ereignisse nicht ändern werden.

Wenn wir auf Beweise stoßen, dass, in der Tat, die Geschichte sich geändert hat – fühlt es sich schockierend an, dass einige Zeitlinien ausgewaschen und sogar abgebrochen wurden. Wir scheinen uns einem kritischen Punkt zu nähern, an dem es immer schwieriger sein wird für Spötter und Ignoranten die Verschiebung der Realität und alternative Geschichte zu leugnen.

Jeweils individuell genommen – die Art und Weise von solchen Betrachtungen der Diskrepanzen zwischen dem, an was wir uns erinnern und den aufgezeichneten historischen Beweisen, haben bisher immer darauf hingewiesen, dass eine Person, die solche Erlebnisse durchlebt hat, schnell verunsichert wurde und von anderen Menschen als kognitiver Fehler angekreidet wurde. Aber wenn solche „fehl-erinnerte“ Erinnerungen im Kollektiv betrachtet werden, wird uns die Möglichkeit präsentiert, dass wir alle gemeinsam Zeugen von unterschiedlichen historischen Fakten sind, und können Notiz davon nehmen.

Download.jpg

Einige Spötter kommen zu  dem Schluss, dass Erfahrende des Mandela-Effekts, die die Veränderungen der altvertrauten Worte in Kinos, TV-Shows, Büchern und Produkten bemerken, die Tatsache teilen, dass die menschlichen Erinnerungen nicht ganz zuverlässig sind.  Jedoch erlaubt solch eine Erklärung uns ungefragt einige alte Annahmen abzureisen, aufgrund der neuen Fundamente der Realität, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Quantenphysik aufkamen. Während die Quantenphysik uns zeigt, dass es so etwas wie einen objektiven Beobachter nicht gibt, und jetzt da Zweidrittel der Physiker sich einig sind, dass alles was existiert in einer sog. Superposition von Zuständen besteht, müssen wir ganz klar sowohl unsere wissenschaftliche Methodik revidieren und unsere Annahmen über die Realität.

parallele dimensions.jpg

Während ich mit der Beobachtung übereinstimme, dass menschliche Erinnerungen häufig nicht mit gegenwärtigen historischen Aufzeichnungen übereinstimmen,  ist es klar, dass es noch verfrüht ist den Denkprozess über den Mandela-Effekt zu stoppen, und die  Quantenlogik in der natürlichen Welt außer Acht zu lassen.

superpositionRkPBu.jpgWie wäre es in einer Überlagerung von Zuständen zu leben? Wie kann man es beschreiben und wer könnte es? Sie könnten deutlich  andere Kindheitserinnerungen von Ihren Geschwistern haben,  es könnte eine andere Filmhandlung ihrer Lieblingsfilme geben, andere Sätze in  Büchern, Produktnamen würden sich ändern, Michael Jackson wäre wieder am Leben oder Richard Nixon ist Präsident der USA. In der Tat ist dies genau das, was die Menschen über den Mandela-Effekt ganz  allgemein berichten.

Wir können sicher sein:  Wir können unseren höchsten, größten, umfassendsten Ebenen des Bewusstseins vertrauen, und auf diese Weise werden wir fortsetzen verschiedene Vergangenheiten und Transformationen vieler Aspekte zu erleben, sowie wir uns im Laufe dieser anstrengenden Zeiten zur optimaleren Wirklichkeit hinbewegen.

von Cynthia Sue Larson via wakeup-world.com

(ins Deutsche gebracht und editiert von Niluxx)

Unser Buch-Tipp:

Sind wir Menschen die eigentlichen Supercomputer?


Der Ausspruch des Philosophen René Descartes, über das, was den Menschen einzigartig macht, beginnt hohl zu klingen – „Ich denke, also bin ich veraltet“, scheint besser geeignet zu sein! Wenn ein Computer uns routinemäßig im Schach schlägt und wir kaum ohne die Hilfe eines GPS navigieren können, haben wir dann unseren Platz in der Welt ausgelebt. Nicht ganz. Herzlich Willkommen an der vordersten Front der Forschung über kognitive Fähigkeiten, Quantencomputer und Gaming.

imagesOwBqk.jpg
Ex Machina

Heute gibt es einen laufenden Kampf zwischen Mensch und Maschine. Während echtes (nicht simuliertes) Maschinenbewusstsein noch in sehr weiter Ferne liegt, beginnen wir zu sehen, dass Computer eine Auswahl treffen, die eine Eingabe vom Menschen erfordert. Vor einiger Zeit hielt die Welt den Atem an, als der Google-Algorithmus AlphaGo einen professionellen Spieler im Spiel Go schlug – eine Leistung, um die explosive Geschwindigkeit der Entwicklung in Maschinenfähigkeiten zu demonstrieren.

Dennoch sind wir noch nicht geschlagen – menschliche Fähigkeiten sind immer noch überlegen in den meisten Bereichen. Dies ist eine der Schlussfolgerungen einer aktuellen Studie vom dänischen Physiker Jacob Sherson, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde.

ShJ_WEB PIX2_Univers-portraet.jpg
Jacob Sherson, youngacademy.dk

„Das kann dramatisch klingen, aber wir sind zurzeit in einem Rennen mit der Technologie. Eigenschaften, die einzigartig menschlich erscheinen, werden durch zeitgenössische Algorithmen völlig gewonnen. Unsere Ergebnisse sollen hier demonstrieren, dass es dennoch einen Unterschied zwischen den geistigen Anlagen des Menschen und einer Maschine gibt.“ – erklärt Jacob Sherson.

images (2).jpg

An der Schnittstelle zwischen der Quanten-Physik und Computerspielen, Sherson und seine Forschungsgruppe an der Aarhus Universität haben eine der geistigen Anlagen durch Tests mit einer Gruppe von Gamern identifiziert, die uns noch einzigartiger macht, verglichen mit einer enormen Anzahl von Prozessen eines Computers: Unsere Fähigkeit heuristisch an ein Problem zu gehen und die dazugehörige intuitive Lösung. Diese Entdeckung wurde am „Aarhus Universität Ideen Zentrum CODER“ gemacht, wo ein interdisziplinäres Team von Forschern einige menschliche Züge auf die Arbeit eines Computeralgorithmus übertrugen.

Die Quantenphysik verspricht immense technologische Fortschritte in Bereichen von Berechnungen bis hin zu hochpräzisen Messungen. Die Probleme entstehen jedoch dadurch, da es zu komplex geworden ist zu lösen, dass selbst die leistungsfähigsten Supercomputer mit ihnen zu kämpfen haben. Dies ist, wo der Kerngedanke von CODER greift – um die Rechenleistung von Computern mit menschlichem Einfallsreichtum zu kombinieren.

intuition2.jpg
Intuition

Wie Columbus im QuantenLand, arbeitete die CODER-Forschungsgruppe aus, wie das menschliche Gehirn im Stande ist, Entscheidungen beruhend auf Intuition und angesammelten Erfahrungen zu treffen.

„Wir verhalten uns intuitiv, wenn wir ein unbekanntes Problem lösen müssen, während für den Computer dies unverständlich ist. Ein Computer buttert durch enorme Mengen von Information, aber wir können beschließen, das nicht zu tun, indem wir unsere Entscheidung durch die Erfahrung oder Intuition stützen. Die Gesetze der Quantenphysik diktieren eine obere Geschwindigkeitsbegrenzung für die Datenmanipulation, die wiederum eine ultimative Grenze für die Verarbeitungsleistung von Quantencomputern setzt. Unsere Testgruppe zeigte, im Bereich des Gaming, dass es unsere intuitiven Einsichten sind, die die Quanten-Geschwindigkeitsbegrenzung brechen können.“ – erklärt Jacob Sherson

Wir sind die neuen Supercomputer!

bigstock-Brain-And-Heart-Take-A-Self-Po-94233320-300x208.jpgDer Unterschied zwischen einer Maschine und uns, metaphorisch gesprochen, ist, dass wir intuitiv nach der Nadel im Heuhaufen greifen, ohne genau zu wissen, warum und wo sie ist. Es existiert ein Prozess in uns, auf den wir ganz automatisch und teils sogar unbewusst zugreifen. Wir „ahnen“ beruhend auf unseren Erfahrungen und lassen dabei eine ganze Palette von schlechten Optionen aus und das mit einer Geschwindigkeit, die von den aktuellsten Computern nicht eingeholt werden kann. Solange der Prozess der Intuition nicht vollständig offenbart werden kann (vorerst nicht) wird der Mensch der alleinige „Supercomputer“ bleiben.

– DENKE-ANDERS-BLOG –

Journal Reference:

  1. Jens Jakob W. H. Sørensen, Mads Kock Pedersen, Michael Munch, Pinja Haikka, Jesper Halkjær Jensen, Tilo Planke, Morten Ginnerup Andreasen, Miroslav Gajdacz, Klaus Mølmer, Andreas Lieberoth, Jacob F. Sherson. Exploring the quantum speed limit with computer games. Nature, 2016; 532 (7598): 210 DOI: 10.1038/nature17620

Die „Quanten-Verrücktheit“ kann auf interagierende Parallelwelten zurückgeführt werden!

Gemäß der Theorie von Professor Bill Poirier (Foto):

poier.jpg..ist die Quanten-Wirklichkeit überhaupt nicht wellenmäßig, sondern wird aus vielfachen, klassisch-artigen Welten zusammengesetzt. In jeder dieser Welt hat jeder Gegenstand sehr bestimmte physische Attribute, wie Position und Impuls. Innerhalb einer gegebenen Welt wirken Gegenstände klassisch aufeinander. Alle Quanteneffekte manifestieren sich als Interaktionen zwischen ’nahe gelegenen‘ parallelen Welten.

Professor Howard Wiseman und Dr. Michael Hall vom Griffith Zentrum für Quantendynamik, und Dr. Dirk-Andre Deckert von der University of California, nehmen diese Theorie der interagierenden Parallelwelten aus dem Reich der Science-Fiction und in die der harten Wissenschaft.

Diese Theorie, wie eingangs erwähnt und erstmals veröffentlicht von Professor Bill Poirier vor sechs Jahren, hat die Aufmerksamkeit der grundlegenden Physik-Community vor kurzem angezogen. Allerdings ist die Idee von vielen Welten nicht neu! 1957 veröffentlichte bereits Hugh Everett III das, was jetzt die Interpretation der ‚Vielen Welten der Quantenmechanik genannt wird.‘ Aber in der Theorie von Everett werden die Welten nicht gut genug definiert, gemäß Professor Poirier – „weil die zu Grunde liegende Mathematik die der standard Wellen-basierten Quantentheorie ist.“

p03n5r30.jpg
*Repulsion

Das Team von Professor Howard Wiseman und Dr. Michael Hall vom Griffith Zentrum für Quantendynamik schlagen vor, dass parallele Universen wirklich bestehen, und dass sie aufeinander wirken. D. h. anstatt sich unabhängig zu entwickeln, beeinflussen nahe gelegene Welten einander durch eine feine Kraft der Repulsion. Sie zeigen, dass eine solche Wechselwirkung alles erklären könnte, was über die bizarre Welt der Quantenmechanik bekannt ist.

Die Quantentheorie ist notwendig, um zu erklären, wie das Universum im mikroskopischen Maßstab funktioniert und es wird angenommen, dass sie auf alle Materie anzuwenden sei. Aber dies ist notorisch schwer zu ergründen, denn seltsame Phänomene zeigen, wie die Gesetze von Ursache und Wirkung verletzt werden.

Jedoch stellt die an der Universität von Griffith entwickelte Annäherung mit der Theorie -> „Vielaufeinander-wirkende Welten“ eine neue und mutige Perspektive auf diesem verwirrenden Feld zur Verfügung.

quantum_cartoonC3MV1.gif

„In der bekannten „Viele-Welten-Interpretation“ verzweigt sich jedes Universum in eine Reihe von neuen Universen, jedes Mal wenn eine Quantenmessung vorgenommen wird. Alle Möglichkeiten sind deshalb realisiert. Aber Kritiker bezweifeln die Realität dieser anderen Universen, da sie keinen Einfluss auf unser Universum haben. Auf dieser Kerbe ist die Annäherung durch unsere „Vielaufeinander-wirkende Welten“ Theorie ganz anders!“ – sagt Professor Wiseman

Professor Wiseman und seine Kollegen schlagen vor:

  • p03n5r9r.jpgDas Weltall, das wir erfahren, ist gerade nur eines aus einer riesigen Zahl von Welten. Einige sind fast identisch mit unserer, während die meisten sehr unterschiedlich sind.
  • Alle diese Welten sind gleichermaßen real, existieren kontinuierlich durch die Zeit und besitzen genau definierte Eigenschaften.
  • Alle Quantenphänomene ergeben sich aus einer universellen Kraft der Repulsion zwischen ’nahe gelegenen‘ (d. h. ähnlicheren) Welten, die dazu tendieren, sich unähnlicher zu machen.

Professor Bill Poirier gibt zu Wisemann’s Erläuterungen bekannt:

Wieland, J. K. G.

„Wir freuen uns sehr, dass andere Physiker und sogar Philosophen sich jetzt engagieren. Ich habe mich nicht eines Tages hingesetzt und zu mir gesagt – Gott, lass Sie uns eine verrückte neue Quanten-Interpretation mit interagierenden Parallelwelten erfinden. – Nein, ich versuchte, eine effiziente rechenbetonte Methode zu entwickeln, unter Verwendung von so genannten Quantenbahnen, als es mich plötzlich getroffen hat.“

p03n5rcw.jpgAlles in allem sind die Physiker sicher, dass die Bereitstellung eines neuen geistigen (mentalen) Bildes über die Vorstellung von Quanten-Effekten nützlich bei der Planung von neuen zukunftsorientierten Experimenten sein wird, um Quanten-Phänomene auszunutzen!

body mechanic.jpg

Die Fähigkeit, zu einer ungefähren Quanten-Evolution mit einer endlichen Anzahl von Welten, hätte erhebliche Auswirkungen in der molekularen Dynamik, was wichtig für das Verständnis chemischer Reaktionen und auch Wirkungen von Medikamenten ist.

Dies sind große Ideen, nicht nur konzeptionell, sondern auch im Hinblick auf neue numerische Durchbrüche, von denen die Physiker überzeugt sind, sie bald zu erreichen!

– DENKE-ANDERS-BLOG –


Journal References:

  1. Michael J. W. Hall, Dirk-André Deckert, Howard M. Wiseman. Quantum Phenomena Modeled by Interactions between Many Classical Worlds. Physical Review X, 4 (4) DOI:10.1103/PhysRevX.4.041013
  2. Jeremy Schiff, Bill Poirier. Communication: Quantum mechanics without wavefunctions. The Journal of Chemical Physics, 136 (3): 031102 DOI: 10.1063/1.3680558
  3. Bill Poirier. Bohmian mechanics without pilot waves. Chemical Physics, 370 (1-3): 4 DOI: 10.1016/j.chemphys.2009.12.024

Der Innere Mensch – Zufall, Schicksal und Paranormale Phänomene

 

inner_self_.jpgWer von uns hätte nicht schon das merkwürdige und unerklärliche Zusammentreffen von Personen, Namen, Zahlen, Daten, die überraschende Wiederkehr verlorener Gegenstände oder die Häufung wichtiger Ereignisse an bestimmten Tagen über längere Zeiträume hinweg erlebt? In den meisten Fällen nehmen wir solche Erfahrungen leicht verwundert kurz zur Kenntnis und gehen zur Tagesordnung über. Die eingehendere Betrachtung vermag aber zum Nachdenken anzuregen und unsere Weitsicht zu verändern.

Während Wilhelm v. Scholz (dt. Schriftsteller) seine Überlegungen vorwiegend dem Zufall und dem Schicksal widmet, beginnt Arthur Koestler (österreichisch-ungarischer Schriftsteller – „Der Mensch. Irrläufer der Evolution“) seine Betrachtungen in „Die Wurzeln des Zufalls“ (1972) mit der Aussage „die Parapsychologie sei das bedeutendste Forschungsobjekt, das der menschliche Geist jemals in Angriff genommen habe, und das wahrscheinlich im Laufe der Zeit die gesamte intellektuelle Weltanschauung, auf der unsere Zivilisation beruht, verändern könnte“. Des weiteren sucht er eine Verknüpfung von Physik und Parapsychologie.

Eccles, John C.Der Nobelpreisträger Eccles begründete eine Hypothese der Wirkungsweise des „Willens“ auf die Hirnrinde. Ihm erschien das Gehirn als Maschine, die ein Gespenst sehr wohl bedienen könnte. Neue Vorstellungen kommen ins Spiel: Parallelwelten und Hyperräume werden diskutiert, die über „Tunnel“ erreichbar sein sollten. Das geht heutzutage bis zu Stephen Hawking.

new cover.jpgIn der modernen Physik ist das solide erscheinende Gefüge von Raum, Zeit, Materie und Kausalität streckenweise zusammengebrochen. Mit der Quantentheorie, die dem Beobachter eine wesentliche Rolle zumisst, und mit Jung-Pauli zieht die Psyche in die Physik ein: „eine kurze Zeit lang kann jeder physikalische Vorgang in einer Weise ablaufen, die den heute bekannten Naturgesetzen widerspricht: die Zeit kann umgekehrt sein, unerwartete Dinge können geschehen.“ Nach Eddington ist der Stoff der Welt der Stoff des Geistes. Das reale Geschehen ist in einer imaginären Zeit von einer Wolke objektiver Wahrscheinlichkeiten umgeben, welche nicht notwendigerweise eintreten werden, aber trotzdem den Gang der Ereignisse beeinflussen.

Die Laborergebnisse der experimentellen Parapsychologie werden als beabsichtigte Abweichungen stochastischer Prozesse von den wahrscheinlichkeitstheoretischen Erwartungswerten und den Daten unbeeinflußter Systeme gedeutet. Es fragt sich dann, ob dabei ein anderer Faktor als der „Zufall“ beteiligt ist. Die Ergebnisse der Parapsychologen könnten die Manifestation eines einheitlichen und gänzlich anderen Prinzips sein.

Kausalität bedeutet Gesetz und Ordnung im sonst chaotisch unvorhersagbaren Universum. Erst im Gefolge von Newton wurde die Kausalität als absolute Herrscherin über Materie und Geist auf einen Thron gehoben, von dem sie zu Beginn des 20. Jhts. gestürzt wurde. Unter der Annahme von Akausalität hängen alle Ereignisse im menschlichen Leben in zwei grundverschiedenen Arten zusammen: erstlich im objektiven, kausalen Naturlauf, zweitens in subjektiven traumhaften Verknüpfungen, die nur in Beziehung auf das sie erlebende Individuum vorhanden sind. Das Leben sei ein großer Traum, den jenes Eine Wesen, der Wille zum Leben, träumt: aber so, daß alle Personen ihn mitträumen. Wie bei den Mystikern greift alles ineinander und paßt zueinander, alles ist Eins und Eins ist Alles.

https://i1.wp.com/img2.picload.org/image/rrawwgcp/pointiguniverse.jpg

In der modernen Anschauung gibt es keine Möglichkeit für eine isolierte, in sich abgeschlossene Existenz, und die Evolution – ein Spiel von Differenzierung und Integration – erscheint als Voranschreiten von der ursprünglichen Einheit über die Vielfalt zu komplexeren Strukturen der Einheit in der Vielfalt. Ständig bauen die lebenden Organismen komplexere Informationsstrukturen auf: Wahrnehmungen, Gedächtnis, Gedanken. Wir beobachten eine Tendenz zu zunehmender Ordnung im Gegensatz zur physikalischen Entropiezunahme.

Gebhold, KaiKoestler konzipierte den Begriff des Holons, der von Ken Wilber in die holarchische Struktur der Evolution des alles umfassenden Bewußtseins übernommen wurde. Jedes Holon, jedes Organ, ist zugleich ein untergeordneter Teil und ein sich selbst behauptendes autonomes Ganzes. Auch der einzelne Mensch ist ein janusgesichtiges Holon. Nach außen blickend, sieht er sich als abhängiger Teil mit der Möglichkeit selbsttranszendierender Emotionen. Nach Innen schauend, erfährt er sich als ein sich selbstbehauptendes Ich.

Der Innere Mensch

inner beingb58Fd.jpg„Der innere Mensch ist alles andere, als eine hermetisch in sich abgeschlossene Struktur! Er steht mit seinen Mitmenschen und vielleicht auch mit anderen geistigen Wesen in ständiger Kommunikation. Dieses Netzwerk von Einflussströmen ist eine Wirklichkeit, die von Menschen nicht bewusst wahrgenommen wird.“ – Robert Monroe

Bewusstseinsschwelle

„Augenscheinlich stehen der Überschreitung der Bewusstseinsschwelle und dem Zugang zu diesen unbewussten Informationsfeldern erhebliche Hindernisse und Verdrängungsmechanismen entgegen. Unsere Sinne sind enge Schlitze und selbst das was durchkommt ist bereits zuviel. Psyche und Gehirn scheinen eine Sammlung von Selektionsfiltern zu enthalten, die unerwünschte Signale ausblenden sollen, von denen jedoch einige in verzerrter Form durchkommen. Wir können nicht allem gleichzeitig Aufmerksamkeit schenken. Wir sind gegen die Vielfalt des psychomagnetischen Feldes geschützt. Pferde müssen Scheuklappen tragen“– Arthur Koestler

Paranormale Aktivitäten

„Wir sind von Phänomenen umgeben, deren Existenz wir geflissentlich nicht wahrhaben wollen, oder die wir, wenn sie schon nicht ignoriert werden können, als Aberglauben abtun. Aber nichts verbietet die Annahme einer psychischen Wechselwirkung neben den vier physikalischen Wechselwirkungen, nichts verbietet die Existenz eines psychischen Universums, das aus Vorgängen und Wesenheiten besteht, die miteinander verbunden sind, ihren eigenen Gesetzen gehorchen und das physische Universum durchsetzen.

Die Naturwissenschaften haben uns eine ganze Menge klüger gemacht, aber wir wissen nicht viel mehr darüber, was das alles zu bedeuten hat. Wir könnten den koordinierten Ereignissen, Zufall, Schicksal, Serialität und Synchronizität mehr Aufmerksamkeit schenken und die paranormalen Phänomene in unsere Vorstellung vom Normalen einbauen. Die Begrenzung unserer biologischen Ausstattung verdammt uns vielleicht dazu, nur durch ein Schlüsselloch in die Ewigkeit gucken zu dürfen. Aber wir wollen doch wenigstens die Füllung aus dem Schlüsselloch nehmen, die selbst unseren beschränkten Blick versperrt.“ – Arthur Koestler

source-field new.jpgWir leben in einem psycho-magnetischen Feldes, das koordinierte Ereignisse durch Methoden bewirkt, die mit den klassischen Denkweisen der Physik nicht erfassbar sind. Zweck und Wesen dieses Feldes sind uns unbekannt, aber wir fühlen, dass es irgendwie mit jenem Streben nach einer höheren Ordnung und nach der Einheit in der Vielfalt zusammenhängt, das wir in der Evolution des Universums, in der Entwicklung des Lebens auf der Erde, des menschlichen Bewusstseins und in Wissenschaft und Kunst beobachten können.

Ein umfassendes Welträtsel ist leichter zu ertragen als ein Kaleidoskop von ungelösten Rätseln. Dennoch behalten die Phänomene einen zutiefst beunruhigenden Beigeschmack, weil sie selten auftreten und sich unvorhersagbar und launisch zeigen. Wir beherrschen die unbewußten Vorgänge nicht. Spontane Erlebnisse sind stets an eine selbsttranszendierende Emotion gebunden!

Lucadou, Walter vonParanormale Wahrnehmung und Einflussnahmen sind das, was ständig im Hintergrund unseres Alltagsdaseins wirkt: bei der Sympathie und Antipathie unseren Mitmenschen gegenüber; bei unseren Gefühlen und Stimmungen zu bestimmten Gelegenheiten; bei Gedanken, die plötzlich ohne klar erkennbare Ursache in uns auftauchen; alles das ist möglicherweise durch eine paranormale Wahrnehmung und Einflußnahme bereits mitbestimmt.


 

Quelle: Prof. Ernst Senkowski – Vortrag Basler Psi Tage 2002 | parapsychologie.ac.at (Prof. Peter Mulacz) | Wilhelm von Scholz: Der Zufall und das Schicksal. List 133, München 1959 | C. G. Jung u. Wolfgang Pauli: Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge. In: Naturerklärung und Psyche, Zürich 1952 | Arthur Koestler: Die Wurzeln des Zufalls. Suhrkamp TB 181, 1972

Ein magischer „Quanten-Trick“ zeigt uns, Realität ist das, was wir daraus machen!


Kennen Sie noch das Hütchen-Spiel, den Taschenspieler-Trick, bei dem Sie die Kugel verfolgen müssen, um am Ende zu bestimmen unter welchem Hut sich diese befindet? Nun, in Quanten-Systemen,  wo sich die Eigenschaften eines Gegenstands, einschließlich seiner Position, je nachdem ändern können, wie Sie sie beobachten, sollten solche Leistungen ohne Taschenspielerei möglich sein.  Jetzt ist diese erschreckende Eigenschaft experimentell demonstriert worden; ein einzelnes Photon, das gleichzeitig in 3 Standorten vorhanden ist.

Trotz der Quantentheorie, und der Möglichkeit zur Erklärung solcher Experimente, ist diese „Verrücktheit“ für viele Physiker immer noch schwer zu schlucken. Albert Einstein verspottete die Verschränkung, ein Begriff im Mittelpunkt der Quantentheorie, der  besagt, dass die Veränderung der Eigenschaften eines Teilchens zur Veränderung der Eigenschaften des anderen (verschränkten) Teilchens führen, unabhängig von der Entfernung.  Er argumentierte, dass eine unsichtbare klassische Physik, auch  bekannt als „verborgene Variablen-Theorie“, für diese Illusion verantwortlich sei, was er mit dem Begriff „Spukhafte Fernwirkung“ abgetan hatte.

Eine Reihe von sorgfältig entworfenen Experimenten haben seit dem  gezeigt, dass Einstein falsch lag, die Verschränkung durchaus real sei und keine versteckten variablen Theorien diese seltsamen Effekte erklären können.

Jedoch ist die Verschränkung nicht das einzige Phänomen, was die Quantenphysik von der klassischen Physik trennt.

„Es gibt eine weitere schockierende Tatsache über die Quantenrealität, die oft übersehen wird.“ sagt Aephraim Steinberg von der „University of Toronto“ in Kanada.

Keine absolute Realität.

Im Jahr 1967 bewiesen Simon Kochen und Ernst Specker mathematisch, dass die Werte, die Sie erhalten, wenn sie die Eigenschaften für ein einzelnes Quanten-Objekt messen, bei dem die Verschränkung nicht möglich sei, vom Kontext (Zusammenhang) hängig sind. So ist der Wert der Eigenschaft A, den sie ausgewählt haben zu messen, abhängig von der Eigenschaft B oder C. Das heißt, es gibt keine Realität unabhängig von der Wahl der Messung.

Erst im Jahr 2008 entwickelten Alexander Klyachko von der „Bilkent Universität“ in Ankara, Türkei, und Kollegen einen ausführbaren Test für diese Vorhersage.  Sie berechneten, dass, wenn Sie wiederholt fünf verschiedene Paare von Eigenschaften eines Quanten-Partikels maßen, welches sich in einer Überlagerung von drei Zuständen befindet, sich  die Ergebnisse für das  Quanten-System, im Vergleich zum  klassischen System mit verborgenen Variablen, unterscheiden würden.  Und zwar deshalb, weil Quanteneigenschaften keinesfalls statisch sind,  sondern je nach Wahl der Messungen variieren, was die Statistik verzerrt.

zeil.jpg

„Das war eine sehr kluge Idee.“, sagt Anton Zeilinger (Foto) vom Institut für Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation in Wien, Österreich. „Die Frage war, wie dies in einem Experiment zu realisieren sei.“

Jetzt haben sie, Radek Lapkiewicz und Kollegen, die Idee experimentell begriffen. Sie verwendeten Photonen, jedes in einer Überlagerung, in der sie gleichzeitig drei Pfade nahmen. Dann wiederholten sie die Sequenz von 5 Paar-Messungen an verschiedenen Eigenschaften der Photonen, zehntausende Male.

Ein wunderbares Experiment.

Zeilinger, Anton

Sie fanden, dass die daraus resultierenden Statistiken nur erklärt werden konnten, wenn die Kombinationen von Eigenschaften, die getestet wurden, den Wert der Eigenschaften während der Messung beeinflussen.

„Es gibt keinen Sinn, in der Annahme, dass das, was wir nicht über ein System messen, eine unabhängige Realität besitzt.“ fügt Zeilinger hinzu

Steinberg ist beeindruckt:

„Dies ist ein wunderbares Experiment. Es scheint, dass wir nicht einmal eine Theorie vorstellen können, in der spezifische  Observablen bestimmte Werte haben würden, die unabhängig von anderen Dingen, die wir messen würden, bestehen.“

Fischer, Ernst P.

Niels Bohr, ein Riese der Quantenphysik, war ein großer Befürworter der Idee, dass die Natur der Quantenrealität davon abhänge, was wir wählen zu messen, ein Vorstellung die zur „Kopenhagener Deutung“ führte.

„Dieses Experiment verleiht mehr Bedeutung für die Kopenhagener Interpretation!“ – Anton Zeilinger

(Journal reference: Nature, DOI: 10.1038/nature10119)

– DENKE-ANDERS-BLOG –

[wpedon id=“36839″ align=“left“]

Unser Gehirn ist eine holographische Maschine, eingebaut in einem holographischen Universum!


Der Gehirnforscher der Stanford Universität und Quantenphysiker Karl Pribram (Foto) wurde lange durch eine knifflige Frage gequält „Wie und wo werden Erinnerungen im Gehirn gespeichert? Gibt es dafür einen speziellen Ort?“

Beim Versuch herauszufinden, wo die Erinnerungen im Gehirn gespeichert werden, fand er heraus, dass das Gehirn in der Tat holographisch ist.  Er fand, dass Erinnerungen nicht in einem bestimmten Teil des Gehirns liegen,  wie Bücher in den Regalen, sondern verteilt werden auf das gesamte Gehirn. Und das sogar bei Menschen, denen durch Krankheiten ein Teil des Gehirns entfernt wurde. Oder mit anderen Worten, es zeigte sich bei diesen Menschen kein spezifischer Verlust von Erinnerungen.

Egal, welcher Teil des Gehirns entfernt wurde, es konnten ihre Erinnerungen nicht ausgerottet werden, weil sie im Gehirn zur gleichen Zeit allgegenwärtig waren.

Aber Karl Pribram wusste von keinem Mechanismus oder Prozess, der für den Speichervertrieb dieser Art verantwortlich sein könnte, bis er mit der Vorstellung der Holographie zum ersten Mal konfrontiert wurde.

Holographie – Jedes kleine Teil enthält eine komplexe Version des gesamten Bildes

Wenn ein Hologramm eines Apfels in der Hälfte geschnitten wird und dann durch einen Laser illuminiert wird, kann die fehlende  Hälfte noch gefunden werden, um das komplette Image dieses Apfels herzustellen.  Selbst wenn die Hälften dieses Apfels immer wieder in kleinere Teile geteilt werden – kann ein kompletter Apfel noch von jedem kleinen Teil wiederaufgebaut werden!

Einfach gesagt, jedes kleine Teil enthält eine komplexe Version  des gesamten Bildes (in diesem Fall den Apfel).

Dieses Verfahren kann jedoch nicht mit einem normalen Foto durchgeführt  werden, da nur ein holographischer Teil alle Informationen zum Ganzen aufgezeichnet hat.

Anscheinend arbeiten unser Gehirn und Erinnerungen in sehr ähnlicher Weise. Anstatt ihre Standorte in den Neuronen zu haben, werden unsere Erinnerungen codiert in Muster von Impulsen verschlüsselt, die durch das gesamte Gehirn gehen,  in der gleichen Weise wie ein Laserlicht ein Stück Film kreuzen kann, das ein holographisches Bild enthält.

Jeder Teil des Gehirns scheint die Gesamtheit der Erinnerungen zu enthalten, was bedeutet, dass das Gehirn – ein Hologramm ist!

Jedes Stück des ursprünglichen Gegenstands enthält die komplette Struktur des Ganzen.

Wenn das für jeden Teil eines holographischen Films möglich ist, die gesamte  Information zu enthalten, die notwendig ist, um ein ganzes Bild zu schaffen,  dann ist es ebenso möglich, für jeden Teil des Gehirns, die gesamten Informationen zu enthalten, die unentbehrlich sind, um  Erinnerungen  zurückzurufen.

Der in Ungarn geborene Physiker und Mathematiker, John von Neumann (1903-1957, s. Foto), war ohne Zweifel einer der wissenschaftlichen Genies des 20. Jahrhunderts.  Nach seinen Berechnungen, über den Verlauf eines durchschnittlichen menschlichen Lebens, speichert das Gehirn 2,8 x 10 bis 20. (280,000,000,000,000,000,000) Bits Informationen!

Unsere fast übernatürliche Fähigkeit,  Informationen schnell wiederzubekommen, die wir durch  die  enorme Lagerung unseres Gehirns von Erinnerungen brauchen, ist der enormen Kapazität des Hologramms für die Informationslagerung ähnlich.

Hologramme besitzen enorme Speicherfähigkeit

In einem Hologramm, einfach durch das Ändern des Winkels, an dem die beiden Laser auf ein Stück photographischem Film auftreffen, ist es möglich, viele verschiedene Bilder auf derselben Oberfläche aufzuzeichnen.

Mit dieser Methode sind die Forscher in der Lage eine außergewöhnliche Sache zu berechnen!  Das heißt, ein Ein-Zoll-Quadrat des Films kann die gleiche Menge an Informationen, die in  50  Heilige Bibeln enthalten sind, speichern!

Der einzige mögliche Mechanismus, der solch eine riesengroße Fähigkeit erklärt, ist, dass unser Gehirn eine Art hoch entwickeltes Hologramm ist. Die Wirkung des Gehirns ist holographisch, und das Gehirn speichert  seine Daten, besonders das Gedächtnis, überall in seinem kompletten Volumen.

Karl Pribram’s hervorragende Theorie stützt sich auf eine bemerkenswerte Reihe von Beweisen, dass das Gehirn holographische Prinzipien nutzt, um seine Operationen durchzuführen.

Ebenso gewinnt diese Theorie eine  zunehmende  Unterstützung bei den Neurophysiologen.

– DENKE-ANDERS-BLOG –


Quellen:The Holonomic Brain Theory“ – Karl Pribram | Pribram, H.H. (2011). Recollections. Neuroquantology, 9(3), 370–374. | Pribram, K. H., & Meade, S. D. (1999). Conscious awareness: Processing in the synaptodendritic web. New Ideas in Psychology, 17(3), 205–214. | Pribram, K.H. (2004). Consciousness Reassessed. Mind and Matter, 2, 7–35.

[wpedon id=“36839″ align=“left“]

5 mind-blowing Theorien, die Ihre Wahrnehmung der Welt verändern!

Die Realität ist nicht so offensichtlich und einfach, wie wir denken mögen. Einige der Dinge, die wir als wahr und für bare Münze annehmen, sind notorisch falsch. Wissenschaftler und Philosophen haben sich bemüht, unsere gemeinsame Wahrnehmung zu ändern. Die 5 folgenden Beispiele zeigen Ihnen, was ich meine.

Solipsismus

the_thinker.jpgSolipsismus ist eine philosophische Theorie, die behauptet, dass nichts, außer das individuelle Bewusstsein, existiert. Zunächst scheint es albern – und wer kann völlig die Existenz der Welt um uns herum leugnen? Außer, wenn Sie Ihren Geist dazustellen, dann ist es wirklich unmöglich, alles andere als Ihr eigenes Bewusstsein nachzuprüfen.

Glauben Sie mir nicht? Denken Sie einen Moment nach und denken Sie an alle möglichen Träume, die Sie in Ihrem Leben erfahren haben. Ist es nicht möglich, dass alles um Sie herum nichts weiter als ein unglaublich komplizierter Traum ist? Aber wir haben Leute und Dinge um uns herum, so dass wir kaum zweifeln können, weil wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen, nicht wahr? Ja und nein. Leute, die LSD nehmen, zum Beispiel, sagen, dass sie die überzeugendsten Halluzinationen berühren können. Genau so wie Ihre Träume Empfindungen simulieren. Also, das was Sie wahrnehmen, wird durch verschiedene Abschnitte des Gehirns gesteuert.

Infolgedessen, welche Teile der Existenz können wir nicht bezweifeln? Gar keine! Nicht das Huhn, das wir zum Mittag essen, sowie die Tastatur unter unseren Fingern.

Idealistische Philosophie

george-berkeley-1685-1753-3062.jpgGeorge Berkeley (Foto), der Vater des Idealismus, argumentierte, dass alles, was existiert, zuerst als Idee in jemandes Geist bestand. Berkley entdeckte, dass einige seiner Kameraden seine Theorie für dumm hielten. Die Geschichte besagt, dass einer seiner Kritiker mit geschlossenen Augen einen Stein trat und sagte, „nun habe ich es widerlegt!“

Die Idee dahinter ist, dass, wenn der Stein wirklich nur in seiner Einbildungskraft besteht, er diesen mit geschlossenen Augen nicht hätte kicken können. Die Widerlegung von Berkeley ist vielleicht für viele schwer zu verstehen. Er argumentierte, dass es einen allmächtigen und allgegenwärtigen Geist gibt, der alle und alles auf einmal sieht. Realistisch, oder nicht?

Phänomenalismus

subconscious-300x336.jpgJeder ist wohl daran interessiert, was für Dinge passieren, wenn wir nicht hinsehen. Wissenschaftler haben dieses Problem sorgfältig untersucht und einige von ihnen kamen zu einem einfachen Schluss – sie verschwinden. Nun, nicht ganz so. Phänomenalistische Philosophen glauben, dass Objekte nur als Phänomene des Bewusstseins existieren.

Also, Ihr Laptop steht nun vor Ihnen, während Sie sich darüber bewusst sind, und an seine Existenz glauben, aber wenn Sie sich davon abwenden, hört er auf zu bestehen, bis Sie oder jemand anderer darauf einwirken. Es gibt keine Existenz ohne Wahrnehmung. Das ist die Wurzel von Phenomenalismus.

Fiktiver Realismus

Unsere Realität ist ein System, welches sich durch (fiktive) Gesetzmäßigkeiten bestätigen muss, um Realität sein zu können. Der Fiktive Realismus ist der faszinierendste Zweig der Multiversum-Theorie. Superman ist real! Harry Potter könnte echt sein, und auch Alf könnte in einer parallelen Welt leben. Dieser Zweig der Theorie argumentiert, dass es eine unendliche Anzahl von Universen gibt, wo alles irgendwo vorhanden ist. Also, all unsere Lieblings-Fictionen und Fantasy könnten ein alternatives Universum beschreiben, wo all die passenden Stücke zusammentreffen, um es geschehen zu lassen.

Eternalismus

f03t6452974683-q.jpgEternalismus ist das genaue Gegenteil des Präsentismus. Dies ist eine philosophische Theorie, die besagt, dass Zeit vielschichtig ist. Alle Zeiten existieren gleichzeitig, aber das Maß ist vom Beobachter abhängig. Was er sieht, hängt davon ab, von welcher Stelle aus er schaut.

Dinosaurier, Zweiter Weltkrieg und Justin Bieber, alle könnten gleichzeitig existieren, aber nur von einem bestimmten Standort aus beobachtet werden. Bekommt man diese Sicht auf die Wirklichkeit, dann ist die Zukunft vorbestimmt, und eine deterministische Willensfreiheit ist eine Illusion.

– DENKE-ANDERS-BLOG –

Quelle: Michael Allison

Das Biozentrische Universum: Das Leben schafft Zeit, Raum und den Kosmos selbst!


Je weiter wir in den Raum spähen, desto mehr begreifen wir, dass wir die Natur des Weltalls nicht verstehen werden, in dem wir  spiralförmige Milchstraßen untersuchen oder entfernte Supernova beobachten. Es liegt viel tiefer. Es schließt unser wirkliches Selbst mit ein.

Die Natur der echten Welt herauszufinden hat Wissenschaftler und Philosophen über Millennien gequält. Vor dreihundert Jahren trug der irische Empiriker George Berkeley eine besonders vorausschauende Beobachtung:

„Das einzige, was wir wahrnehmen können sind unsere Wahrnehmungen. Das heißt, unser  Bewusstsein ist die  Matrix auf die der Kosmos begriffen wird. Farbe, Klang, Temperatur und dergleichen gibt es nur als Wahrnehmungen in unserem Kopf, nicht als absolute Essenzen. Im weitesten Sinne können wir uns überhaupt  nicht sicher von einem äußeren Universum sein.“

Rovelli, CarloSeit Jahrhunderten betrachteten Wissenschaftler Berkeleys Argument als eine philosophische „Nebenvorstellung“ und bauten weiterhin physikalische Modelle basierend auf der Annahme eines separaten Universums „da draußen“ auf, in denen wir jeweils individuell erscheinen. Diese Modelle vermuten die Existenz einer essentiellen Realität, die sich durchsetzt und über uns steht. Dennoch haben seit den 1920er Jahren Quantenphysik-Experimente routinemäßig das  Gegenteil gezeigt. Dies wird vielleicht am deutlichsten durch das berühmte Doppelspaltexperiment  veranschaulicht.

Biocentrism

Einige der größten Physiker haben diese Ergebnisse als so verwirrend und unmöglich beschrieben, dass es kaum möglich sei diese vollständig zu begreifen, die  außerhalb der Reichweite der Metapher, Visualisierung und Sprache selbst liegen.  Aber, es gibt eine andere Interpretation, die diese Ergebnisse  sinnvoll macht.  Statt einer Annahme einer Realität, die das Leben schafft, schlagen wir ein biozentrisches Bild der Wirklichkeit vor. Aus dieser Sicht des Lebens erschafft das Bewusstsein das Universum und das Universum könnte ohne es nicht existieren.

Die biozentrische Sicht auf Raum und Zeit!

Sogar die grundsätzlichsten Elemente der physischen Realität, des Raums und der Zeit unterstützen stark eine biozentrische Grundlage für das Weltall. Gemäß dem Biozentrismus besteht Zeit nicht unabhängig vom Leben. Die Wirklichkeit der Zeit ist lange von einer sonderbaren Verbindung von Philosophen und Physikern befragt worden.

Viele Physiker ihrer Zeit kamen zu der Betrachtung, dass alle ihre Arbeitsmodelle (die Gesetze Isaac Newtons und die der Quantenmechanik) eigentlich gar nicht das Wesen der Zeit beschreiben können. Der eigentliche Punkt ist, dass keine wirkliche Einheit der Zeit benötigt wird, noch übernimmt sie irgendeine Rolle in einer ihrer Gleichungen. Sofern sie von Zeit sprechen, beschreiben sie sie unweigerlich in Bezug auf die Veränderung. Aber Veränderung ist nicht das Gleiche wie die Zeit.

Where is the Universe? The answer could change your life!

Doch all dies macht Sinn aus einer biozentrischen Perspektive. Alles, was wir wahrnehmen, ist aktiv und wird immer in unseren Köpfen von einem organisierten Wirbel von Informationen rekonstruiert werden.  Ganz genau, alles ist aktiv und „live“, selbst wenn Sie einen Film sehen sollten, treten alle Informationen „live“ in Ihr Bewusstsein ein. Die Zeit in diesem Sinne kann als die Summe der räumlichen Zustände definieren werden, die im Inneren des Geistes auftreten. Wir sehen nicht direkt, sondern immer indirekt!

Spira, RupertAlso, was ist real? Wenn das folgende geistige Image sich von dem vorherigen unterscheidet, dann ist es verschieden, Punkt! Wir können diese Änderung mit dem Wort „Zeit“ zuerkennen,  aber das bedeutet nicht, dass es eine wirkliche, unsichtbare Matrix gibt, in der Änderungen vorkommen.  Dies ist lediglich unsere eigene Art und Weise Sinn den  Dingen zu geben. Wir sehen unsere Lieben altern und sterben und gehen davon aus, dass eine externe Einheit genannt „Zeit“ für das Verbrechen verantwortlich sei.

Es besteht ebenso eine eigentümliche Nichtgreifbarkeit zum Raum selbst. Wir können ihn nicht abholen und ins Labor bringen. Wie Zeit ist der Raum weder physisch noch grundsätzlich real in unserer Sicht.  Vielmehr ist es eine Art der Interpretation und Verständnis. Es ist Teil einer geistigen Software, die Empfindungen in mehrdimensionale Objekten formt.

Die Entriegelung des Käfigs

Im täglichen Leben sind Raum und Zeit harmlose Trugbilder. Ein Problem entsteht jedoch dadurch, wenn Wissenschaftler sie als fundamentale und unabhängige Dinge behandeln und dadurch einen völlig falschen Ausgangspunkt für die Untersuchungen über die Natur der Wirklichkeit nehmen. Die meisten Forscher glauben immer noch, dass sie von einer Seite der Natur, die körperliche, bauen können, ohne die andere Seite, die lebende, zu betrachten.

Zeilinger, AntonAktuelle Quanten-Studien helfen dabei zu illustrieren, wie  eine neue biozentrische Wissenschaft aussehen würde. Vor wenigen Monaten verkündete  Nicolas Gisin eine neue Wendung in seinen Verschränkungsexperimenten, dass die Ergebnisse für das bloße Auge sichtbar sein  können.  An der Universität Wien, arbeitet Anton Zeilinger mit großen Molekülen und schiebt so die Quantenrealität näher an die makroskopische Welt.

Biozentrismus sollte die Käfige aufschließen, in denen sich die westliche Wissenschaft unwissentlich eingeschlossen  hat. Das Gewähren des Beobachters in die Gleichung sollte uns neue Annäherungen an das Verstehen und Erkennen der Natur des Bewusstseins bringen.

Doch vor allem bietet Biozentrismus einen vielversprechenden Weg, um die Physik zusammenzubringen, sowie es die Wissenschaftler seit Einsteins einheitlicher Feldtheorie  erfolglos vor acht Jahrzehnten versucht haben.  Bis wir die wesentliche Rolle der Biologie anerkennen, werden unsere Versuche, das Weltall aufrichtig zu vereinigen, ein Zug nach nirgendwo bleiben.

– DENKE-ANDERS-BLOG –



Quellen & weiterführende Links:

[wpedon id=“36839″ align=“left“]